Karriereberatung, Selbstliebe lernen, Life-Coaching.

Ängste

Transformiere Deine Ängste in Vertrauen.

Teil 2 – Überprüfe Deine Angst mit Deiner Herzensstimme.

„Teile deinem Herzen mit, dass die Angst zu Leiden schlimmer ist als das Leiden selbst. Und kein Herz hat jemals gelitten, wenn es auf der Suche nach seinem Traum war.“

Paulo Coelho

Hast Du Deine Antworten auf die Fragen des gestrigen Tagesimpulses „Transformiere Deine Ängste in Vertrauen – Teil 1“ parat? Welche Antworten zu Deiner Angst hast Du auf folgende Fragen gefunden?

Schadensausmaß:
"Was passiert im schlimmsten Fall, wenn meine Angst sich bestätigt?"
"Was und wie hoch ist mein Schaden?

Eintrittswahrscheinlichkeit:
"Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Schaden auch tatsächlich eintritt?"

Halte kurz inne.

Im nächsten Schritt zeige ich Dir, wie Du herausfinden kannst, ob sich hinter Deiner Angst ein schwerwiegendes Risiko, mittleres Risiko oder ein Bagatellrisiko verbirgt. Nur so weißt Du, wie Du mit Deiner Angst umgehen musst, damit Du mehr ins Vertrauen kommen kannst.

Falls Du herausfindest, dass es sich bei Deiner Angst um ein „rotes“ Risiko handelt, halte kurz inne.

Sei dir bewusst: Es gibt für alles Lösungen, die Du vielleicht gerade noch nicht kennst. Weiter unten zeige ich Dir, wie Du Deine Herzensstimme aktivieren kannst, um Dein Ergebnis noch einmal zu überprüfen.

Aber jetzt erst einmal zum abschließenden Schritt Deiner Bewertung.

Nächster Schritt: Bewerte Deine Angst insgesamt.

Nachdem Du Dein Schadensausmaß und Deine Eintrittswahrscheinlichkeit festgelegt hast, bringe beides zusammen. Im Risikomanagement geht es nach dem Ampelprinzip:

Ist es ein rotes, ein gelbes oder grünes Risiko oder gar keins?

Im Risikomanagement veranschaulicht man die Risiken anhand einer sog. Risikomatrix. Du kannst für Dich eine eigene anlegen. Die jeweiligen Felder markierst Du farblich so, wie es zu Dir passt. Bist Du eher risikoavers (risikoscheu), dann hast Du viele rote Felder. Bist Du dagegen risikoaffin (risikofreudig), füllst Du die Felder eher grün und gelb aus. Hier ein Beispiel von einem Menschen, der risikobewusst ist und zu keinem der beiden Extreme neigt:

2022-08-17_karriere-liebe-leben_petraniessen_tagesimpuls_risikomatrix

Entscheide aus dem Bauch heraus, ob Dein Schadensausmaß, das, was im schlimmsten Fall passieren kann, „gering, mittel, hoch oder sehr hoch“ ist. Deine Eintrittswahrscheinlichkeit teilst Du in „unwahrscheinlich, wenig wahrscheinlich, wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich“ ein. Wenn Du eine Prozentzahl zwischen 0% und 100% erhalten hast, kannst Du diese Zahl einer der vier Kategorien zuordnen.

Bringst Du beides zusammen, zeigt sich, ob sich hinter Deiner Angst ein rotes, gelbes oder grünes Risiko verbirgt. Bei rot wäre ein sofortiger Handlungsbedarf empfehlenswert, bei gelb ggf. Handlungsbedarf und bei grün kannst Du erst einmal aufatmen. Hier geht es noch nicht um Lösungen, sondern erst einmal um das sachliche Feststellen, inwiefern eine Handlung überhaupt erforderlich ist.

2022-08-17_karriere-liebe-leben_petraniessen_tagesimpuls_Handlungsbedarf
Halte auf jeden Fall kurz inne, falls Du ein rotes Risiko identifiziert hast. 

Bevor Du jetzt in Panik ausbrichst, empfehle ich Dir, Dein Ergebnis zu überprüfen. 

Nächster Schritt: Überprüfe Deine Angst mit Deiner Herzenssstimme.

Zur Überprüfung Deines Ergebnisses, ist es sinnvoll Dein Herz zu befragen und gleichzeitig noch einmal zu hören, was Dein Verstand und Deine Gedanken Dir sagen.

Handelt es sich wirklich bei Deiner Angst um ein rotes, gelbes oder grünes Risiko?

Ich lade Dich zur Überprüfung ein:

Sorge für Ruhe.

Lege zwei DINA4-Blätter quer vor Dich hin.

Beschrifte beide Blätter. Schreibe mittig mit großer Schrift: 

Auf das erste Blatt schreibst Du Deinen Vornamen.

Auf das zweite Blatt schreibst Du "Herzensstimme".

Lege beide Blätter so auf den Boden, dass sie sich nicht berühren.

Erste Überprüfung zum Schadensausmaß

Stelle Dich, mehrmals abwechselnd, mit beiden Füßen auf die beiden Blätter.  

Führe die Übung intuitiv in Deinem Rhythmus durch und gebe Dir die Zeit, die Du brauchst. 

Stehst Du auf Deiner Herzensstimme, verbinde Dich mit Deinem Herzen: 

Atme dreimal tief über Dein Herz ein und über Dein Herz aus, lege ggf. eine Hand auf Dein Herz. 

Es geht um Deine Angst. Stelle auf beiden Blättern folgende Frage:

"Was ist mein Schadensausmaß?"

Lass' die Antworten auf beiden Blättern zum Schadensausmaß einfach fließen. Spüre rein, was sie Dir zu sagen haben.

Wie geht es Dir auf dem Blatt "Vorname"? Was sagt Dein Verstand?
Wie geht es Dir auf dem Blatt "Herzensstimme"? Was sagt Dein Herz dazu?

In Deinem Tempo beendest Du die Übung.

Du findest wieder einen festen Stand ohne die beiden Blätter oder Du setzt Dich hin. 

Zweite Überprüfung zur Eintrittswahrscheinlichkeit

Stelle Dich wieder, mehrmals abwechselnd, mit beiden Füßen auf die beiden Blätter.

Wiederhole die obige Übung. Diesmal zur Überprüfung der Eintrittswahrscheinlichkeit.

Stelle auf beiden Blättern folgende Frage:

"Wie hoch ist die Eintrittswahrscheinlichkeit?"

In Deinem Tempo beendest Du wieder die Übung wie oben.

Zu welchem Ergebnis beim Schadensausmaß und der Eintrittswahrscheinlichkeit kommt Deine Herzensstimme und wie unterscheidet sich das Ergebnis von Deinem Verstand? Bringe Schadensausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit wieder zusammen und trage es in Deine Risikomatrix ein.

Hat sich Deine Farbe des Risikos verändert oder hat es sich bestätigt? Ich habe schon beides erlebt. Ändern kann es sich in beide Richtungen: Von rot nach gelb oder grün oder von grün nach gelb.

Ich lade Dich ein, auch Deine jetzige Farbe zu Deinem Risiko bzw. Deiner Angst noch einmal von der Herzensstimme überprüfen zu lassen.

Dritte Überprüfung zur Farbe Deines Risikos

Stelle Dich dazu auf das Blatt "Herzensstimme". 

Atme wieder dreimal tief durch und nimm Dein Herz dabei mit.

Stelle folgende Frage:

"Was ist die Farbe meines Risikos?"

Spüre in Dein Herz hinein, welche Antworten kommen.

Falls Du zur Übung oder zu Deinen Ergebnissen Fragen hast, melde Dich bitte bei mir. Ich unterstütze Dich gerne. Mir ist es wichtig, dass Du mit Deinen Ergebnissen nicht alleine und überfordert bist, sondern nachhaltig auch etwas für Dich mitnehmen kannst und ruhiger wirst. ❤️

Im morgigen Tagesimpuls erfährst Du, wie Du ins Handeln kommen und Lösungen finden kannst. Lasse erst einmal die Ergebnisse von heute sacken. Im Außen passiert so schnell noch nichts.

Lies gerne auch (nochmal) Teil 1 „Identifiziere und bewerte Deine Angst“ und ggf. den dazu passenden Tagesimpuls „Risikobewusstsein“.

Weitere Tagesimpulse findest Du hier: