Karriereberatung, Selbstliebe lernen, Life-Coaching.

Ängste

Transformiere Deine Ängste in Vertrauen.

Teil 1 – Identifiziere und bewerte Deine Angst.

„Die Angst möchte gesehen werden, bevor sie in Frieden gehen kann.“

Petra Nießen

Ergänzend zu meinem gestrigen Tagesimpuls „Risikobewusstsein“ (siehe unten), zeige ich Dir in einer mehrtägigen Impulsreihe die Schritte eines professionellen Risikomanagement-Systems zur Minimierung Deiner Ängste und zur Steigerung Deines Vertrauens. Heute geht es um die beiden ersten Schritte: Die Identifizierung und die Bewertung Deines Risikos bzw. Deiner Angst.

Eine sachliche Methode zur Minimierung Deiner Ängste.

Wenn wir vor etwas Angst haben, sehen wir die Möglichkeit, dass ein Schaden passieren kann, egal, in welcher Art. Im Grunde handelt es sich um Risiken, die wir erst einmal „lediglich“ fühlen.

Als ehemalige Risikomanagerin im Angestelltenverhältnis habe ich in einer Organisation ein unternehmensweites Risikomanagement-System aufbauen dürfen. In meiner Selbständigkeit kam mir der Impuls, ein solches System zur Reduzierung auch von Ängsten und Sorgen verwenden zu können. Heute ist es bereits vielfach erprobt mit weitreichenden Erkenntnissen meiner Klienten, sowohl in Seminaren als auch in Einzelcoachings.

Viele Menschen haben Angst vor der Angst und fürchten sich, näher hinzusehen. Mit Hilfe eines persönlichen Risikomanagement-Systems kannst Du Dir Deine (gefühlten) Risiken/ Ängste ganz sachlich anschauen, Dir Deine Ängste bewusst machen und sie durch Deine Erkentnisse minimieren.

Mache Dir klar, dass das Bewusstmachen Deiner Ängste Dir nicht nur die negativen Auswirkungen (Gefahren) aufzeigt, sondern Dir vor allem auch Chancen bietet, angstfrei und mit Vertrauen weiterzugehen.

Nutze ein professionelles Risikomanagement-System aus der Unternehmenswelt.

In den nächsten Tagen erfährst Du, wie Du ein professionelles Risikomanagement-System aus der Unternehmenswelt in Verbindung mit Deiner Intuition und Herzintelligenz nutzen kannst, um Deine Ängste und Sorgen aus dem Kopf zu bekommen, „zu Papier“ zu bringen, näher zu betrachten, zu „managen“ und zu minimieren.

Die folgende Darstellung verdeutlicht die einzelnen Schritte:

Risikomanagement 
ist die planmäßige Vorgehensweise zur Identifikation, Bewertung, Steuerung und Überwachung 
Deiner Risiken, Ängste und Sorgen.

Nimm Dir ausreichend Zeit für die beiden ersten Schritte, die ich im Folgenden näher beschreibe.

Schritt 1: Identifiziere Deine Angst

Die Identifikation Deiner Angst liefert die Basis für den weiteren Prozess.

Stelle Dir folgende Frage:

"Wovor habe ich Angst?"

Schreibe folgendes auf und bringe es zu Papier:

Angstname: 
Gib Deiner Angst einen Namen.

Angstbeschreibung: 
Beschreibe Deine Angst in wenigen Sätzen.

Schritt 2: Bewerte Deine Angst

Um die Auswirkung Deiner identifizierten Angst – weniger emotional, sondern eher sachlich – abschätzen zu können, solltest Du sie bewerten, da nur bewertete Risiken und somit auch Ängste zielgerecht gesteuert werden können und die Frage des Handlungsbedarfs geklärt werden kann.

Nach der Bewertung ist Dir klar, ob es sich bei Deiner Angst um ein schwerwiegendes Risiko, mittleres Risiko oder Bagatellrisiko handelt. Auch die Bewertung solltest Du schriftlich vornehmen, damit Deine Angst aus dem Kopf kommt.

Die Bewertung erfolgt anhand von zwei Parametern: 

Schadensausmaß und Schadenseintrittswahrscheinlichkeit.

Beim Schadensausmaß kann zwischen einem quantitativen (d.h. finanziellen) und einem qualitativen Schaden unterschieden werden. Diese beiden Schadensarten können gleichzeitig oder getrennt voneinander auftreten und können sich gegenseitig beeinflussen.

Folgende Fragen sind zur Einschätzung des Schadensausmaßes hilfreich:

„Was passiert im schlimmsten Fall, wenn das Risiko eintritt?“

„Was ist der Schaden, wenn meine Angst sich bestätigt?“

„Wie hoch ist der Schaden, wenn mein gefühltes Risiko eintritt?“

„Was droht mir finanziell?“

"Was droht mir emotional?"

"Welche Bedürfnisse werden nicht gestillt?"

Die Eintrittswahrscheinlichkeit bezieht sich immer auf das potenzielle Schadensausmaß. Es geht nicht um die Eintrittswahrscheinlichkeit Deiner Angst im Allgemeinen. Denn diese ist ja zu 100% da. Ansonsten würdest Du sie Dir nicht anschauen.

Stelle Dir folgende Frage:

„Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Schaden auch tatsächlich eintritt?“

Zu welchem Ergebnis bist Du beim Schadensausmaß und bei der Eintrittswahrscheinlichkeit gekommen?

Sei Dir bewusst, dass das bisherige Ergebnis Dir eher Dein Verstand geliefert hat. Das ist auch erst einmal gut so. Zur Verifizierung Deines Kopf-Ergebnisses zeige ich Dir in meinem morgigen Tagesimpuls, wie Du Deine Herzintelligenz einschalten kannst. ❤️ Damit Du anschließend Dein Schadensausmaß und die Eintrittswahrscheinlichkeit zusammenbringen kannst, um Deine Angst insgesamt zu bewerten.

Für heute empfehle ich, Deine bisherigen Ergebnisse erst einmal sacken zu lassen. Unschöne Gefühle gehören zum Leben. Sie bleiben so lange, bis sie gesehen und gefühlt werden. Falls Fragen bei Dir heute aufgekommen sind, die dringend beantwortet werden müssen, kontaktiere mich gerne.


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