Karriereberatung, Selbstliebe lernen, Life-Coaching.

Sinn Deines Lebens

Der Sinn Deines Lebens steht in Deinem Lebenslauf.

Teil 10: Lass‘ Dich von Deinem Schulabschluss nicht beirren.

„Das wichtigste Resultat aller Bildung ist die Selbsterkenntnis.“

Ernst von Feuchtersleben, 1806-1849

In Teil 9 hast Du Deine Sprachen reflektiert, deren Grundkenntnisse meist in der Schule gelegt werden. Im heutigen Teil 10 lade ich Dich ein, herauszufinden, was Dir Dein kompletter schulischer Lebensweg über den Sinn Deines Lebens sagen kann – egal wie Du Deine Schule beendet hast.

Da in Deutschland Schulpflicht besteht, ist es normal, dass die Schule in Deinem Leben(slauf) auftaucht. Nicht für jeden Menschen ist der höchste Schulabschluss wichtig oder erreichbar. Bei manchen verläuft die schulische Karriere fließend und bei anderen eher stockend. Das Ergebnis ist für das Herausfinden des Sinns Deines Lebens nicht unbedingt entscheidend. Wenn Du beispielsweise die Schule nicht beendet hast, sagen die Lebensumstände, die dazu geführt haben, häufig viel mehr über Dich aus. Weshalb ein Mensch den Schulabschluss hat, den er vorweisen kann, hat ganz individuelle Gründe, die durch eine tiefere Betrachtung aufgezeigt werden und zur Selbsterkenntnis führen können.

Schulabschluss oder nicht? Was sagt das über Dich?

Bevor es weiter unten mit vielen Fragen zu Deinem ganz persönlichen Reflektieren geht, übergebe ich zunächst an die Herzensstimme, die folgende Worte über den Schulabschluss zu sagen hat:

Schulabschluss oder nicht?
Was sagt das über Dich?

Bewerte Dich nicht, sondern analysiere die Gründe.
Vielleicht warst Du noch jugendlich als Du Deinen Abschluss machtest oder Du hast Deinen Abschluss im Erwachsenenalter auf der Abendschule nachgeholt?

Klar kommt es für Dich darauf an, welchen Abschluss Du hast.
Frage Dich, wieso Dir Dein Abschluss so wichtig ist.

Konzentriere Dich nicht so sehr darauf, ob in Deinem Lebenslauf Abitur, mittlere Reife oder Hauptschulabschluss steht, sondern frage Dich, was waren die Umstände, Deine Fähigkeiten, Deine Werte, Deine persönlichen Eigenschaften, die zu Deinem Ergebnis geführt haben.

Bleib nicht an der Oberfläche hängen, sondern gehe in die Tiefe Deines schulischen Systems und reflektiere.
Dann kannst Du den Sinn erkennen.

Klopfe Dir erst einmal auf die Schulter. 
Denn egal, was auf dem Zeugnis steht. Du hast Dein Leben rund um die Schule gemeistert.

Liebe Dich dafür, dass Du es so gemacht hast, wie Du es konntest.
Du hast zu jedem Zeitpunkt Dein Bestes gegeben.

Dein Herz sagt Dir: Es war richtig so, wie es gekommen ist.
Höre auf, Dich zu vergleichen.
Das kann Dich in die Irre führen.
Denn Dein Leben hat kein anderer Mensch vor Dir gelebt.

Das, was Du erlebt hast, sollte so kommen.
Lass' Neid, Eifersucht oder Hochmut gehen und höre auf zu beurteilen bzw. zu verurteilen.

Konzentriere Dich auf Dich und schau, was Du mit all Deinen Fähigkeiten eingebracht hast.
Lass' Deinen oder keinen Abschluss für einen Moment los und reflektiere.

Dein Weg ist es, der Dir den Sinn Deines Lebens aufzeigen kann.

Für den Sinn Deines Lebens macht es wenig Sinn, lediglich Deinen Abschluss, d.h. das Ende Deiner schulischen Laufbahn zu betrachten. Für den Sinn Deines Lebens geht es auch nicht darum, Deine Leistungen zu bewerten und Dich selbst in Frage zu stellen, sondern es geht in diesem Teil der Reihe „Der Sinn Deines Lebens steht in Deinem Lebenslauf.“ um die Identifikation weiterer Puzzleteile, die zum Gesamtbild des Sinns Deines Lebens beitragen.

Alles, was Du an Deiner schulischen Laufbahn geliebt hast, könnte wichtig sein für den Sinn Deines Lebens.

Gibt es etwas, was Du in Deiner schulischen Zeit geliebt hast?

Wenn Du jetzt sagen solltest: „Ne, an der Schule habe ich aber so rein gar nichts geliebt“, bitte ich Dich, keine voreiligen Schlüsse zu ziehen, sondern Dir Zeit zu lassen beim Reflektieren. Jede „Kleinigkeit“ könnte für das Herausfinden Deines Sinns wichtig sein. Überlege, was einfach, leicht und gut gelaufen ist. Schaue Dir aber auch an, weshalb Dinge nicht zu Deiner Zufriedenheit verlaufen sind.

Finde heraus, was Du geliebt und was Du eingebracht hast.

Ziehe Dich an einen ruhigen Ort zurück oder gehe noch einmal an Deine Schule und finde gerne Antworten auf folgende Fragen:

Was hast Du an der Schule am meisten geliebt? Deine Lieblingsfächer, das Lernen an sich, einen bestimmten Lehrer, die Pausen oder Deine Kameraden?

Was hat Dich interessiert? Was hast Du für Dich gelernt? Warst Du von irgendetwas gelangweilt? 

Hast Du Dich ggf. unter- oder überfordert gefühlt und weswegen?

Wie hast Du Dich in schulischen Situationen gefühlt? Wann hattest Du schöne und wann unschöne Gefühle?

Hast Du Dich eher zurückgehalten oder bist Du vorgeprescht und/oder Dich für andere eingesetzt?

Worauf bist Du stolz? Was war Dir immer wichtig? Was hat Dir gefehlt?

Welche Werte kontest Du für Dich und andere leben?

Was war Dein Lieblingsfach und was hat Dich daran begeistert? Welches Fach hast Du gehasst und weshalb?

Was hat Dir mehr gelegen? Stillarbeit, Gruppenarbeit oder die offene Diskussion mit der ganzen Klasse?

Wie hast Du Dich auf Klassenarbeiten vorbereitet? Nach welchem System hast Du gelernt?

Was liegt Dir eher? Schriftliche Arbeiten oder mündliche Prüfungen?

Wie hast Du Dich bei Klassenarbeiten verhalten? Hast Du erst einmal versucht, die Aufgabenstellung zu verstehen oder hast Du sofort drauflos geschrieben? 

Welche Lehrer haben Dir was gegeben? Weshalb fandest Du einige gut und andere eher schlecht?

Was hat Dir an der Pause gefallen? 

Mit welchen Freunden hast Du was am liebsten gemacht?

Warst Du der Klassenclown und/oder Schulsprecher? 

An was erinnerst Du Dich heute noch gerne? Was verteufelst Du?

Was würdest Du am Schulsystem ändern, wenn Du Dir etwas wünschen könntest?

Was würdest Du am Schulsystem so lassen, weil Du nach wie vor überzeugt davon bist?

Wie waren generell Deine schulischen Beziehungen auf menschlicher Ebene?

Warum hast Du die Schule beendet? Welche Fähigkeiten hast Du dazu eingesetzt?

Warum hast Du die Schule geschmissen? Warum hast Du die Schule wieder aufgenommen? Was waren die Gründe?

Warum hast Du einen Schulwechsel vollzogen? Warum hast Du Deine mittlere Reife oder Dein Abitur nachgeholt? Was war Dir so wichtig daran?

Mit welchen Deiner persönlichen Eigenschaften konntest Du am meisten trumpfen oder auch nicht? Welche Deiner Fähigkeiten konntest Du am besten einsetzen?

Was hast Du freiwillig gemacht? Was ist Dir leicht gefallen, was schwer?

...?

Was hast Du für Dich herausgefunden oder noch einmal in Erinnerung gerufen? Was ist Dir als erstes eingefallen? Welche Parallelen gibt es zu Deinen Hobbies (siehe Teil 8) oder zu Deinen Sprach(Er)-Kenntnissen (siehe Teil 9). Am besten ist, wenn Du Dir Deine heutigen Erkenntnisse notierst, da sie für Deine Selbsterkenntnis bzw. Deine abschließende Erkenntnis in der Gesamtbetrachtung wichtig sein könnten.

Eine Aufstellungsarbeit mit Verstand, Herz und ggf. Schule.

Wie hast Du Deine bisherigen Antworten gefunden? Hast Du Deinen Kopf eingeschaltet oder auch von einer anderen Ebene aus reflektiert? Falls Du eher von Deinem Verstand die wertvollen Antworten erhalten hast, überprüfe doch mal, ob Du Zusatzinformationen erhalten kannst, wenn Du Deine Herzensstimme zuätzlich befragst. Wende gerne die von mir in Teil 5 geschilderte Methode, abgewandelt für Deine Schul-Erkenntnisse, an:

  1. Sorge für Ruhe.
  2. Lege zwei DINA4-Blätter quer vor Dich hin.
  3. Beschrifte beide Blätter. Schreibe mittig mit großer Schrift: Auf das erste Blatt schreibst Du Deinen Vornamen. Auf das zweite Blatt schreibst Du „Herzensstimme“.
  4. Lege beide Blätter so auf den Boden, dass sie sich nicht berühren.
  5. Stelle Dich, mehrmals abwechselnd, mit beiden Füßen auf die beiden Blätter.
  6. Führe die Übung intuitiv in Deinem Rhythmus durch und gebe Dir die Zeit, die Du brauchst. Stehst Du auf Deiner Herzensstimme, verbinde Dich mit Deinem Herzen: Atme dreimal tief über Dein Herz ein und über Dein Herz aus, lege ggf. eine Hand auf Dein Herz.
  7. Stelle auf beiden Blättern folgende Frage: „Was hat meine Schullaufbahn mit dem Sinn meines Lebens zu tun?“ Lass‘ die Antworten auf beiden Blättern einfach fließen. Spüre rein, was sie Dir zu sagen haben.
  8. Refektiere: Was für Impulse erhältst Du auf Deinem Blatt „Vorname“? Welche Antwort erhältst Du auf dem Blatt „Herzensstimme“? Was sagt Dein Herz zusätzlich dazu?
  9. In Deinem Tempo beendest Du die Übung. Du findest wieder einen festen Stand ohne die beiden Blätter oder Du setzt Dich hin.
  10. Folgende zusätzliche Variante kannst Du noch mit einbauen: Schreibe ein drittes Blatt mit dem Wort „Schule“ und stelle Dich zusätzlich auf dieses Blatt mit folgenden Fragen: „Was habe ich am meisten in der Schule geliebt? Worauf bin ich stolz? Welche Werte konnte ich leben?“

Welche Erkenntnisse hast Du gewonnen? Konntest Du Dich verbinden – mit Deinem Herzen und mit der Schule? Was kamen für Antworten? Falls Du Fragen dazu hast, kontaktiere mich gerne.❤️


Lies gerne auch die Teile 1 bis 9 der Reihe „Der Sinn Deines Lebens steht in Deinem Lebenslauf.“

2022-09-19_karriere-liebe-leben_petraniessen_tagesimpuls_sinn-deines-lebens
2022-09-17_karriere-liebe-leben_petraniessen_tagesimpuls_sinn-deines-lebens_hobbies
2022-09-16_karriere-liebe-leben_petraniessen_tagesimpuls_sinn-deines-lebens
2022-09-15_karriere-liebe-leben_petraniessen_tagesimpuls_sinn-deines-lebens2
2022-09-14_karriere-liebe-leben_petraniessen_tagesimpuls_sinn-deines-lebens
2022-09-13_karriere-liebe-leben_petraniessen_tagesimpuls_sinn-deines-lebens
2022-09-12_karriere-liebe-leben_petraniessen_tagesimpuls_sinn-deines-lebens
2022-09-11_karriere-liebe-leben_petraniessen_tagesimpuls_sinn-deines-lebens
2022-09-10_karriere-liebe-leben_petraniessen_tagesimpuls_sinn-deines-lebens

Alle Tagesimpulse findest Du hier: